Roadtrippin‘ auf Fuerteventura

Neben dem Kitesurfen, dem Schwimmen im Atlantik und dem bloßen In-den-Tag-hineinleben, haben wir an zwei Tagen die Insel mit dem Auto erkundet. Da Fuerteventura nicht riesig ist, ist das sehr entspannt machbar, ohne dass man große Zwischenstopps für die Nacht einplanen muss, denn am Ende des Tages schafft man es immer wieder an seinen Startpunkt zurück.

Für unseren ersten Roadtrip-Tag haben wir folgende Stationen ausgewählt:

  • La Pared
  • Die Piratenhöhlen von Ajuy
  • La Oliva
  • Corralejo

Unsere Route sah dann in etwa so aus. Die reine Fahrzeit liegt bei 3 1/2 Stunden, so dass es für einen Tagesausflug mit mehreren Stopps und ohne großen Zeitdruck super gut machbar ist.

Die erste Station direkt nach dem Frühstück, La Pared. Ein unglaublich schöner Strand an der Westküste, der fürs Schwimmen zu gefährlich, fürs Wellensurfen ideal ist. Wir sind früh am Vormittag dort angekommen und haben uns vom Parkplatz oberhalb der Klippen, gemeinsam mit den ersten SurfschülerInnen, die Treppen hinunter auf den Weg zum Strand gemacht. Hier haben wir nur beobachtet, die Surfer ein wenig beneidet, die Aussicht genossen und die Atlantikluft eingeatmet. Als zusätzlicher Punkt auf unserer Bucketlist ist hier übrigens endgültig das Wellensurfen lernen gelandet.

   

Die Sonne hat uns zu Beginn des Tages noch im Stich gelassen, doch das hat unserer Stimmung keinen Abbruch getan und wir haben uns mehr über den verhältnismäßig leeren Strand gefreut.

Von La Pared haben wir uns Richtung Ajuy aufgemacht. Einem kleinen Fischerdörfchen, ebenfalls an der Westküste. Hier finden sich nämlich die sogenannten Piratenhöhlen, denen wir auch gerne im Vormittag einen Besuch abstatten wollten, bevor die Massen kommen. Auf den Wegen und Straßen zwischendurch, gerade im Inneren der Insel, ist Fuerteventura übrigen ziemlich hügelig, aber eben auch ziemlich karg. Nichtsdestotrotz ist es eine Reise wert und man erlebt eine Menge schöner Ausblicke.

  

Von Ajuy aus sind wir noch ein Stück oberhalb der Klippen entlang gelaufen. Irgendwas habe ich in irgendeinem Reiseführer/-blog über eine Sehenswürdigkeit gelesen, die sich von dort aus mit einem kurzen Fußmarsch noch gut anschließen lässt. Ich habe es ehrlich gesagt schon wieder vergessen, um was genau es sich gehandelt hat, ich glaube es sollte irgendein Felsentor sein. Aber Pustekuchen, Fehlanzeige. Entweder hat uns die Sonne zu lange auf den Kopf geschienen oder wir sind schlichtweg zu doof gewesen, gefunden haben wir nichs. Immerhin konnten wir so noch ein paar schöne Bilder einfangen. Kleiner Hinweis, ungefähr so sieht Fuerteventura vor allem im unbewohnten Inland, abseits der Touristenstädte und der Küste, an vielen Orten aus. Man merkt ziemlich schnell dass die maximale Entfernung zur Küste Marokkos nur 120 km beträgt und man sich den Breitengraden der Westsahara annähert.

Nach den Höhlen stand La Oliva auf unserem Plan. Nachdem ich in mehreren Reiseführern über dieses schöne Kleinstadt gelesen habe und sie sich perfekt in unsere Route einfügte, waren wir ziemlich gespannt. Es gibt jedoch einen Grund warum es keine Fotos aus La Oliva gibt. Ich weiß nicht , ob unsere Erwartungen zu hoch waren, ob es unser Mittagstief oder auch eben die Kargheit Fuerteventuras gewesen ist. Wir sind hier nicht einmal aus dem Auto ausgestiegen, so unspektakulär fanden wir es. Vielleicht lag es daran, dass wir von der Küste kamen und wir uns immer für den Ozean und seine Weite, anstatt für kleine Dörfer entscheiden würden, mögen sie noch so pittoresk und schön sein. Uns hat La Oliva aber nicht aus den Socken gehauen, beziehungsweise aus dem Auto gelockt.

Als letzter Stop ist für diesen Tag noch Corralejo im Norden Fuerteventuras eingeplant gewesen. Das Wanderdünengebiet El Jable – Las Dunas de Corralejo wollten wir uns nicht entgehen lassen. Allerdings muss ich auch hier enttäuschen, keine Fotos. Die Dünen sind definitiv beeindruckend, allerdings ist Corralejo noch viel touristischer (da größer) als Costa Calma und dementsprechend überlaufen. Entschädigung und Pluspunkt: das unglaublich klare Wasser am Strand von Corralejo. Hier haben wir uns nach dem vielen Sitzen im Auto, aber auch dem Herumlaufen abgekühlt und versucht die Scharen an Urlaubern um uns herum zu ignorieren.

Vielleicht, nein ganz sicher ist es an einigen Stellen im Text schon herausgeklungen: Ich fand Fuerteventura schön, durchaus. Die kargen Gegenden, die einer Vulkanlandschaft gleichen haben ihren Reiz. Doch ich würde tatsächlich nur nochmal für den Wassersport, sei es fürs Surfen oder Kiten, hierher fliegen. Und auch da würde ich mir dann auch eigentlich den Flug lieber sparen und einen Roadtrip durch Frankreich, Spanien oder Portugal (oder alle drei Länder) unternehmen. Bitte verzeih mir Fuerteventura, aber du und ich, das wird glaube ich eine einmalige Sache bleiben.

  1. Es macht unglaublich viel Laune, deinen so schönen Blog zu lesen, sich durch die unterscheidlichen Orte zu klicken (auch durch die, die man schon selbst bereist hat) und Inspiration für die nächste Reise nicht nur zu suchen, sondern auch definitv zu finden! Und unterstützt durch die wunderbaren Bilder gelingt das doch sehr gut;)
    Freue mich sehr darauf, weitere Artikel lesen zu dürfen!
    Ganz liebe Grüße und ein großes Lob an dich „withwildhearts“!

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