OH ISLAND – TRAVELDIARY PART TWO

Über die Westfjorde bis nach Akureyri

Nachdem wir die Halbinsel Snæfellsnes hinter uns gelassen haben,
sind wir immer der Küste folgend, hoch hin die Westfjorde gefahren. Ein
Umweg, der nicht gerade ein kleiner ist. Denn für die Westfjorde
verlässt man die Ringroute, an der sich ja sonst die meisten Touristen
entlang hangeln. Nachdem ich aber in verschiedenen Dokumentationen und Reportagen, sowie im Internet Bilder aus den Westfjorden und auch
von Ísafjörður, einer Stadt in den Westfjorden, gesehen haben, bin
ich mehr als bereit gewesen, diesen Umweg in Kauf zu nehmen.

Wir sind nur für 14 Tage auf Island gewesen und somit musste auch
dieser Stop in den Zeitplan eingebaut werden. Nicht so einfach und im
Nachhinein würde ich weniger Punkte auf der Route einplanen, aber dafür
hat sich mein Wunsch erfüllt und wir sind in die Westfjorde gefahren.
Dadurch dass wir im August gereist sind, ist es wettertechnisch auch
noch kein Problem gewesen, alle Straßen waren frei und befahrbar.
Natürlich sind wir auch die ganze Zeit die Straße an der Küste entlang
gefahren, wenn dann auch richtig und ohne halbherzige Abkürzungen durch das Inland.

Eines der ersten Ziele in den Westfjorden ist der Dynjandi gewesen.
Ein majestätischer Wasserfall, mit dessen Bild die Westfjorde auch sehr
gerne für sich als Reiseziel werben. Völlig zu Recht, wie ich finde. Der
Dynjandi ist alle mal eindrucksvoll und mit ihm auch seiner vielen
zahlreichen Geschwister, die unter ihm liegen und teilweise
unaussprechbare Namen tragen.

Doch nicht nur der Dynjandi ist majestätisch. Bereits der Weg dorthin
ist malerisch und lässt einem das ein oder andere Mal den Atem stocken.
Doch einmal angekommen wird es noch besser. Beim Dynjandi hat man
nämlich auch eine phantastische Aussicht auf den Arnarfjörður. Hier
kann man seinen Blick bis zur Grönlandsee am Horizont schweifen lassen.

Wir haben auch eine Nacht in der Nähe von Ísafjörður
übernachtet,  in einer Jugendherberge, mitten in einem traumhaften
Tal. (Die genauen Infos zur Route, sowie den Unterkünften und ungefähren Kosten wird es nochmal in einem kompletten Guide geben.)  

Leider haben wir hier keine Fotos gemacht, wieso genau kann ich euch nicht einmal mehr sagen. Es gibt aber mitten in Ísafjörður einen genialen
Imbissladen, der gleichzeitig auch Kiosk ist, Musikinstrumente und
Angelbedarf verkauft. Sowas gibt es auch nur in solch‘ entlegenen
Regionen. Auf jeden Fall sind die Pommes dort grandios. Ich habe leider
keinen Namen für euch, aber das Städtchen ist ja nicht zu groß, sollte
also leicht zu finden sein, wenn ihr mal in den Westfjorden seid und
euch nach Pommes ist.

Am nächsten Tag ging es für uns dann weiter in Richtung Broddanes.
Viel geplant hatten wir für diese Etappe nicht, das war auch nicht
nötig. Unterwegs haben sich so viele Möglichkeiten ergeben anzuhalten
und einen Stop einzulegen. Sei es die Straße, die sich durch das grüne
Tal schlängelt und auf jeden Fall ein Foto wert ist, oder die Robben,
die einfach mal im Fjord am Straßenrand abhängen. Und nicht zu vergessen
die abertausenden Wasserfälle. Immer und immer wieder sind wir an den
schönsten Wasserfällen entlanggefahren. Ab und zu sind wir angehalten
und haben sie ganz für uns alleine gehabt. Das ist das schöne an den
Attraktionen, die in keinem Reiseführer erwähnt werden. Man trifft keine
Menschenseele.

Nachdem nach einer Nacht in Broddanes die Westfjorde auch bereits
wieder verlassen haben, sind wir die Nordküste entlang bis Akureyri
gefahren. Näher bin ich dem Polarkreis noch nie gewesen und es ist
atemberaubend schön gewesen. Auch Akureyri sollte auf eurer Islandreise
einen Halt verdienen. Ein schönes kleines Städtchen mit ein paar super
coolen Cafés. Die Atmosphäre dieser Stadt so kurz vor dem Polarkreis ist
wirklich einzigartig.

 

 

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