MELBOURNE – CITY GUIDE & VEGAN HIGHLIGHTS / PART I

„Wenn du nicht viel Zeit für Australien hast – schau‘ dir Melbourne an!“ Diesen Satz habe ich in Neuseeland so oft gehört – von Kiwis, von Australiern, von deutschen, britischen, amerikanischen und französischen Touristen. Alle schwärmten sie von der Küstenstadt. Und da ich in der Tat nur einen kurzen Abstecher auf dem Rückweg nachhause nach Australien machen wollte, habe ich auf die vielen Stimmen gehört. Von Christchurch bin ich über Melbourne nach Bali geflogen. Aber mit ganzen fünf Tagen Aufenthalt in der Stadt im Süd-Osten des fünften Kontinents.  Und die haben sich gelohnt. Die Atmosphäre, der Flair in Melbourne haben mich direkt in ihren Bann gezogen. Zusätzlich habe ich bestes australisches Herbstwetter genießen dürfen: Sonne und 25 Grad – jeden Tag.

Da es mein erstes Mal Australien und damit auch mein erstes Mal Melbourne gewesen ist, habe ich natürlich auch ein paar touristische Attraktionen mitgenommen. Eine weitere Sache, auf die ich mich bereits im Vorfeld unglaublich gefreut habe, ist die Tatsache, dass das Angebot an veganen Restaurants, Cafés, Foodtrucks in Melbourne schier unendlich ist. Aus diesem Grund gibt es hier heute meine Highlights und liebsten veganen Hotspots.

QUEEN VICTORIA MARKET

Nachdem ich nach einer langen Nacht am Christchurch Airport um Acht Uhr Ortszeit in Melbourne aus dem Flugzeug stolperte, war ich so todmüde, dass ich eigentlich nur ins Hostel wollte. Mein Hostel habe ich übrigens über Hostelworld gebucht. Entschieden habe ich mich für das YHA Melbourne Metro. Ich kann es auf jeden Fall empfehlen. Es liegt zentral und ist günstig. Die Küche soll wohl nicht immer so sauber sein, ich persönlich habe sie aber nicht genutzt. Die Dorms und Bäder sind aber vollkommen in Ordnung. Wenn man, so wie ich es war, den ganzen Tag unterwegs ist, ist das Hostel und die Lage top.

Im Hostel angekommen, konnte ich noch nicht auf mein Zimmer, da ich durch den frühen Flug einfach viel zu früh dort war. Das machte aber überhaupt nichts: Ich durfte trotzdem schon duschen und meinen Rucksack habe ich einfach im Schließfach verstaut.

Frisch geduscht ging es zu fuß als erstes zum Queen Victorica Market. Der nach Queen Victoria benannte Markt (logisch, nicht?) ist einer der größten Freiluftmärkte auf der Südhalbkugel. Ursprünglich gab es in Melbourne mal drei solcher Märkte, aber nur der in den 1850er Jahren entstandene Queen Victoria Market ist bis heute erhalten. Durch die Markthallen zu bummeln, die verschiedensten Düfte wahrzunehmen und Speisen und Lebensmittel zu bestaunen, ist definitiv ein Muss wenn man in Melbourne ist.

Royal Arcade & CBD

Vom Markt aus bin ich weiter Richtung CBD geschlendert. Ich habe mir generell in Melbourne viel erlaufen und bin selten mit Bus oder Tram gefahren. So kommt man zwar definitiv schnell auf einige Kilometer pro Tag (Rekord waren 35 000 Schritte), aber das ist es Wert. Man sieht und entdeckt so viel mehr! Durch die Royal Arcade bin ich mehr oder weniger schnell durchgehuscht, aber sie ist beeindruckend schön.

Ganz in der Nähe der Royal Arcade liegt auch der erste Vintage Shop, den ich in Melbourne aufgesucht habe: Vintage Sole. Die Kette hat mehrere Stores in Melbourne. Im kleinen aber feinen Shop im CBD kommt man trotzdem auf seine Kosten und findet einige Liebhaberstücke.

Wer so viel entdeckt und durch die Stadt läuft, muss sich selbstverständlich auch stärken. Ich bin ihr in Auckland bereits hoffnungslos verfallen und als ich herausfand, dass die Kette ursprünglich in Melbourne ins Leben gerufen wurde, war klar, dass ich so viele Besuche wie nur möglich in die fünf Tage quetschen werde. Die Rede ist natürlich von Lord Of The Fries. Diese komplett vegane Fast-Food-Kette ist definitiv mein Guilty Pleasure. Vor allem da ich vergleichbares in Deutschland bisher vergeblich gesucht habe. Glücklicherweise gibt es im CBD eine kleine Filiale, direkt an der Flinders Street Station. Von dort aus kann nimmt man sein Essen einfach mit, geht ein paar Schritte über die Princes Bridge und setzt sich dann in den Alexandra Gardens ans Ufer des Yarra Rivers. So lässt sich Pause machen.

Flohmarkt & St. Kilda

Ich bin über das Wochenende in Melbourne gewesen – von Samstags bis Mittwochs. Zum Glück, denn ansonsten hätte ich nicht die Chance gehabt auf den Camberwell Sunday Market zu gehen. Auch wenn der Markt nicht im innersten Stadtzentrum liegt, ist er mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Und ein Abstecher lohnt sich allemal. Da ich im australischen Herbst in Melbourne war, bin ich in vielen Secondhandshops nicht mehr fündig geworden, da die eben schon auf die Herbst- und Wintersaison umgestellt hatten. Auf mich kamen aber tropisches Klima auf Bali und der danach anstehende Sommer in Deutschland zu – dicke Strickpullis standen also nicht auf meiner Liste. Die Melbourner auf dem Camberwell Market dagegen wollten ihre Sommerkleidung loswerden. Perfekt, fehlten mir für Bali doch noch ein, zwei Teile. Der Flohmarkt loht sich aber immer. Würde ich in Melbourne leben, hätte ich wahrscheinlich auch Möbel gekauft. Die Auswahl und das Angebot ist ein Traum. Das frühe Aufstehen loht sich hierfür alle mal!

Gefrühstückt hatte ich vorm Flohmarktbesuch nicht, das habe ich mir für die Matcha Mylkbar in St. Kilda aufgehoben. Das rein pflanzliche Café bietet auch vegane Eier an, an die ich mich allerdings nicht rangetraut habe. Ein Geheimtipp ist es leider schon lange nicht mehr, solltet ihr mit mehreren Personen unterwegs sein macht es Sinn zu reservieren. Oder ihr vertreibt euch die Wartezeit auf einen Platz mit einem Spaziergang am St. Kilda Beach. Hier kann man übrigens abends auch Pinguine beobachten. Was ihr dafür beachten müsst, könnt ihr hier nachlesen.

Unglaublich leckeres veganes Dessert gab es im Anschluss direkt um die Ecke im Europa Cake Shop. Lasst euch nicht vom unscheinbaren Lokal verunsichern. Es gibt eine relativ große Auswahl an veganem Kuchen und Gebäck. Gegessen wurde dann natürlich an der Strandpromenade.

Auch St. Kilda zu entdecken darf man sich nicht entgehen lassen. Der Stadtteil direkt am Meer mit dem fotogenen Luna Park war mit eines meiner liebsten Highlights dort.

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