MEINE VEGANEN FAVORITEN IN NEUSEELAND

Ein klitzekleiner Vegan Foodguide

In den mittlerweile über sieben Monaten in Neuseeland, habe ich es
mir selbstverständlich auch nicht nehmen lassen immer wieder Cafe´s und
Restaurants zu entdecken, die mit leckeren veganen Angeboten aufwarten
oder im Glücksfall sogar eine komplett vegane Speisekarte haben. Meine
liebsten Favouriten habe ich euch heute hier mit kurzer Beschreibung
zusammengefasst.

 

Auckland

Green Time 

Ein nettes Café, in dem es sowohl Kuchen,
als auch herzhafte Gerichte gibt. Komplett vegan, manche Speisen sind
sogar rohvegan, viele glutenfreie Alternativen. Das Angebot reicht von
Tacos über Burger bis hin zu koreanischen Glasnudeln. Klingt nach viel
Auswahl und klein ist diese auch definitiv nicht. Aber das Konzept ist
stimmig. Es ist auf keinen Fall das günstigste vegane Essen, das man ich
Auckland bekommt, aber das Green Time ist einen Besuch wert.
Versprochen! Ich mein, vegane Quesadillas? Come on! Weiterer Pluspunkt:
Wenn ihr nicht vor Ort essen wollt und euer eigenen Dosen zum Transport
des Essens mitbringt, gibt es einen kleinen Rabatt.

Kaiaroha Organic

Ein Deli mit kleinem veganem Café. Die Spezialität des Hauses ist veganer Käse auf Nussbasis. Ein Träumchen!

Coco’s Cantina 

Ein italienisches Familienrestaurant,
direkt an der Karangahape Rd. Die Atmosphäre im Laden ist
unschlagbar und das Personal extrem freundlich. Es ist kein rein veganes
Restaurant, aber einfach die Bedienung nach den aktuellen veganen
Alternativen fragen. Ihr werdet kompetent beraten und informiert, denn
das Personal weiß genau, was vegan bedeutet. Ich hatte im Coco’s Pasta
mit gegrilltem Gemüse und Nussparmesan. Simpel, aber unbeschreiblich
gut!

Lord Of The Fries

OH MY! Eine vollkommen vegane Fastfood
Kette. Mein Herz hat fast aufgehört zu schlagen, als ich das erste Mal
von Lord Of The Fries gelesen habe. So sehr ich die vielen leckeren
gesunden veganen Gerichte liebe, manchmal muss es einfach ein veganer
Burger sein. Oder Zwiebelringe. Oder ein Hot Dog. Oder Fritten.
(FRITTEN! <3) Oder eben alles zusammen im Menü. Möglich bei Lord Of
The Fries. Die aus Australien stammende Kette hat in Neuseeland leider
nur zwei Filialen, beide in Auckland. Aber Freunde, hin da! Ehrlich. Die
Burger und Hot Dogs sind super gut, Fritten und Zwiebelringe sowieso.
Was mir persönlich gar nicht geschmeckt hat, waren die Nuggets. Aber das
muss ja jeder für sich selbst herausfinden. Darüberhinaus versucht die
Kette, die komplett in Familienhand ist, möglichst nachhaltig zu handeln
und kauft ihre Produkte größtenteils lokal ein.

Wellington

Sweet Release Cakes & Treats

Kleines Café, das ein rein veganes
Angebot hat. Wie der Name schon sagt, gibt es hier vor allem süße
Sachen. Kuchen, Kekse und Shakes. Aber auch herzhaft belegte Sandwiches
& Bagel. Ideal fürs Frühstück oder einen schnellen Lunch.

The Botanist

Vegetarisches Restaurant mit unzähligen
veganen Alternativen. Mein absoluter Favorit hier in Neuseeland. Ach,
überhaupt. Selten habe ich so so so gut gegessen. Hinzu kommt, dass das
Lokal einfach unsagbar schön und geschmackvoll eingerichtet ist. Hier
ist alles bis ins kleinste Detail aufeinander abgestimmt worden. Was mir
persönlich auch noch sehr gut gefallen hat, ist dass The Botanist
grundsätzlich keine Strohhalme serviert, aus Gründen der
Müllreduzierung, es sei denn ihr verlangt explizit einen. Aber wer
vernünftig ist und für fünf Sekunden nachdenkt, der tut das natürlich
nicht. 😉 Die Cocktails schmecken auch ohne hervorragend und für den
Wein braucht man sowieso keinen. Auf der Weinkarte lassen sich übrigens
auch vegane Weine finden. I like!

 

Christchurch

C1 Espresso

Das große gemütliche Café mit Bistro hat
ein ganz besonderes Highlight: Lieferung der georderten Gerichte per
Rohrpost, direkt an den Tisch. So etwas habe ich vorher noch nie in
einem Café gesehen, es war also äußerst spannend das Ganze zu
beobachten. Wir selbst haben leider keine Rohrpost an den Tisch
bekommen, da wir nur auf einen kurzen Kaffee mit einem Stück Kuchen
vorbeigeschaut haben. Und geliefert werden nur die warmen Lunch und
Dinner Gerichte. Aber bei der nächsten Gelegenheit werden wir das auf
jeden Fall nochmal probieren.

Das C1 Espresso hat einige leckere vegane
Optionen im Angebot. Sowohl was das Gebäck angeht, als auch die
herzhaften warmen Gerichte. Kaffeespezialitäten mit pflanzlicher Milch
sind in ganz Neuseeland übrigens eigentlich nie ein großes Problem.
Selbst in den kleinsten Ortschaften haben wir immer einen Cappuccino mit
Sojamilch bekommen. Oft stehen sogar Hafer-, Soja-, Mandel- oder auch
Kokosmilch zur Auswahl.

Dunedin

Watson’s Eatery

Dunedin ist eine der wenigen Städte, na
eigentlich die einzige in ganz Neuseeland, die mir so richtig gut
gefallen hat. Die Studentenstadt mit eindeutigem schottischen Einfluss
ist es definitiv wert auf eurer Liste für Neuseeland zu stehen. Außerdem
ist die Natur rundherum einfach der Wahnsinn.

Die Eatery liegt etwas versteckt in einer
großen Mall mitten in Dunedin. Diese Tatsache trägt leider auch nicht
zum Ambiente und der Atmosphäre bei, trotzdem ist Watson’s sowas von
einen Besuch wert. Einhundert Prozent vegan, vom Frühstück über Gebäck
und Lunch. Wir waren so begeistert, dass wir gleich zweimal dort waren.

Let Them Eat Vegan

Super kleines Bistro, eher ein Imbiss.
Befindet sich in einem Innenhof, man muss ein klein wenig suchen. Aber
mit Google Maps ist das ja sowieso kein Problem. Kaum Sitzgelegenheiten,
also eher für einen Snack auf die Hand geeignet. Aber der hat es dafür
in sich. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist hier unschlagbar. Und
obendrein sind die Sachen ultra lecker!

Modaks Espresso

Uriges Café an der George Street, die
Haupteinkaufsstraße in Dunedin. Vegetarisch/Veganes Menü, verpasst auf
gar keinen Fall die veganen Zimtschnecken. Ja, sie schmecken nicht so
gut wie in Schweden, aber ihr seid ja auch immerhin am anderen Ende der
Welt. Und dafür sind sie extrem gut!

Motueka

Arcadia Café

Kleines Restaurant, dass indisches Essen
ganz im Zeichen der Krishna Bewegung serviert. Viele vegane Optionen und
vor allem besonders preiswert. Motueka liegt vielleicht nicht unbedingt
auf der Route eines jeden Neuseelandreisenden. Wenn ihr aber dem Abel
Tasman auf dem Plan habt, dann kommt ihr eigentlich durch die kleine
Stadt. Wir haben dort zu Mittag gegessen, nachdem wir drei Tage den
Coast Track im Abel Tasman gewandert sind. Eine absolut willkommene
Stärkung nach drei Tagen im Nationalpark.

Oamaru

MOA Bakery

Kein Café, kein Restaurant. Halt eine Bäckerei. Aber was für
eine! Rein vegan, viel rohveganes und glutenfreies Gebäck. Des Weiteren
versucht die Bakery auch größtenteils auf Industriezucker zu verzichten.
Wir haben nur einen halben Tag in Oamaru verbracht, aber unseren Lunch
haben wir hier geholt. Da es nur eine Bäckerei ist, haben wir ihn
mitgenommen und unten am Wasser genossen. (recyclebare Verpackungen!
:-)) Und es war so so so so so so verdammt lecker, dass wir uns für die
Weiterfahrt nochmal schnell eine Stärkung bei MOA geholt haben. Kleine
Törtchen, Salate, Brote, alles was das Herz begehrt. Und obendrauf ist
Oamaru auch noch ein super gemütliches Städtchen mit hübschen kleinen
Cafés und mehr Charme, als man in den meisten Städten in Neuseelands
findet. Eindrücke aus Oamaru findet ihr übrigens bereits hier.

Wanaka

Burrito Craft

Wanaka sollte sowieso auf eurer Route für euren Neuseeland Roadtrip
stehen. Die Stadt ist zwar sehr touristisch, aber noch lange nicht so
sehr wie Queenstown. Und die Anfahrt in die Stadt hinein ist bereits ein
Traum. Die Straßen führen euch durch die Täler, links und rechts ragen
die Berge in die Höhe und zwischendurch erhascht ihr immer wieder einen
Blick auf die vielen unwahrscheinlich blauen Seen.

Burrito Craft ist ein Food Trailer im Zentrum von Wanaka. Um den
Trailer herum stehen noch andere, so dass ihr eine gute Auswahl habt.
Auch einige der anderen Trailer haben vegane Optionen auf der Karte, wir
haben allerdings nur Burritos getestet. Wenn ihr es genau wissen wollt,
einfach mal bei Happy Cow schauen.

Charlie Brown

Crêpes! Vegan! Ich bin ja eine Naschkatze
durch und durch, von daher bestand mein Dessert nach dem Burrito aus
einem veganen Crêpe. Charlie Brown verkauft aus einem liebevoll
umgebauten Wohnwagen heraus. Von den Food Trailern muss man nur ein
Stück die Straße hinunterschlendern, dann ist man auch schon durch. Das
mit dem Dessert bietet sich also wirklich mehr als an. Der
Verdauungsspaziergang ist dann auch schon zu einem kleinen Teil
abserviert. Sollte einen dann trotzdem noch das Food-Koma überrollen,
ist ja auch der Lake Wanaka nicht weit.

 

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